Werte und
Geschichte


 
 

Wir möchten unsere Werte und unseren Lebensstil so gut wie möglich auch in unserem Unternehmen umsetzen.

Deshalb haben wir unter anderem:

    •  PVC-freie Deckel (so sind bei der Wiederverwendung auch ölhaltige Lebensmittel kein Problem)

    • Etiketten aus Recyclingpapier mit veganem Kleber, biologischen und mineralölfreien Druckfarben

    • unser Geschäftskonto bei der sozial-ökologischen GLS-Bank

    • das E-Mailkonto bei mailbox.org - mit Ökostrom und Rechenzentrum in Deutschland

Nach unseren Werten zu handeln, ökologisch wie sozial sinnvoll zu wirtschaften und gleichzeitig im Preiskampf konkurrenzfähig zu bleiben, ist unter den herrschenden Marktregeln, gelinde gesagt, schwierig.

Denn Ausbeutung - egal ob der Natur oder der Menschen - ist lukrativ, Nehmen ist wirtschaftlicher als Geben.
Umweltschutz und Sozialstandards haben ihren Preis!

Aus diesen Gründen können unsere Produkte nicht billig sein.
Dennoch versuchen wir, wo wir können, Kosten einzusparen. So haben wir bisher u. a. auf Werbeagentur und Grafiker verzichtet. Auch sonst machen wir so viel wir können selbst und eignen uns dadurch immer wieder neue Fähigkeiten an.

Für die ersten Produktfotos konnten wir außerdem ganz spontan einen der besten Fotografen der Welt gewinnen und er hat nichts dafür verlangt.
Ob es daran liegt, dass es Vins Bruder ist? Wir wissen es nicht genau... 🙂

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Was heißt Meloca?

Wir haben uns für das selbstkreierte Wortspiel „Meloca“ für unseren Honig entschieden. Dies ist eine Zusammensetzung aus dem portugiesischen Wort mel (Honig) und dem spanischen loca (verrückt).

Dafür gibt es drei Gründe:

1. Wir sind, wie viele unserer Kunden, verrückt nach gutem Honig.

2. Unser Geschäftsmodell ist etwas verrückt und gewagt.
Unternehmerisch ist es eine große Herausforderung uns langfristig auf dem Markt zu etablieren, wenn wir versuchen, an Aderito im Einkauf möglichst viel zu zahlen.

3. Viele unserer Freunde und Besucher finden unseren Lebensstil und Projekt in Portugal auf Monte Forca positiv verrückt.


Einige hatten als sie unseren Honignamen zum ersten Mal gehört haben, die Assoziationvon einer Verschmelzung von mel und Monte Forca.
Das passt natürlich auch!

So sehen wir dieses Wortspiel als einen passenden Namen, der uns und unsere Einstellungen, Ideen und das Wagnis der eher eigenwilligen Projekte widerspiegelt.

wie es dazu kam - die geschichte des Unternehmens

Wie sehr viele von der 37° Dokumentation "Zwei Bayern und 40.000 Bienen - Leben für ein Paradies in Portugal" im ZDF wissen, sind wir, Isa und Vin, auf einem kleinen Monte im Alentejo, Südportugal vielbeschäftigt (mehr dazu hier).

Das Kennenlernen mit Aderito, dem Imker aus dem nächstgelegenen Dorf, werden wir nie vergessen.
Wir brauchten Hilfe für den Bau eines kleinen Weges zu unserem neuen Stausee. Aber zu großes Gerät wollten wir nicht einsetzen. Vor allem suchten wir einen sensiblen Maschinenführer mit Gespür für das Gelände und Rücksicht auf die Vegetation. Nachbarn haben uns schließlich an Aderito verwiesen - er habe einen Minibagger und steuere diesen mit unglaublich viel Feingefühl.

Als Aderito absolut pünktlich - nicht besonders üblich im Alentejo - zu unserem Termin erschien, merkten wir sehr schnell, dass trotzdem etwas nicht stimmte. Auf Nachfrage erzählte uns Aderito, dass die Nacht zuvor in seine Imkerei eingebrochen und Feuer gelegt wurde. Bis direkt vor unserem Treffen hatte er noch mit der Feuerwehr und Polizei gesprochen und doch stand er jetzt wie vereinbart hier, um uns zu helfen.

Wie schlimm die Situation wirklich war, erfassten wir erst, als wir Aderito zu seiner Imkerei begleiteten.
Fast alle Maschinen und die komplette Elektroinstallation waren zerstört. Der Brand hatte immensen Schaden am Gebäude angerichtet.
Das Schlimmste aber - es war kurz nach der Honigernte und seine gesamte Jahresernte an Honig wurde vernichtet - ein ganzes Jahr härtester Arbeit völlig umsonst.
Mehrere hunderttausend Euro Sachschaden sind wirklich existenzbedrohend - nicht nur im armen Alentejo.

Dass wir ihm die folgenden Tage trotz unserer vielen Arbeiten am Projekt bei den Aufräum- und Renovationsarbeiten teilweise mehr unterstützten als manch gute Freunde und enge Familienmitglieder, hat Aderito sehr bewegt - seit dem ersten Tag ist unsere Beziehung sehr innig und herzlich. Aderito ist wirklich sowas wie unser portugiesischer Papa geworden.

Selbstverständlich war es uns sofort ein Anliegen, Aderito in seiner belastenden Situation zu unterstützen und seine Imkerei vor dem Ruin zu bewahren. Der eigentliche Startschuss richtig aktiv zu werden, war aber der Moment, an dem wir erfuhren, für wie wenig Geld er seinen wirklich guten Honig verkaufen muss.
Wir sind selbst Hobbyimker, verstehen also etwas von dem Aufwand, der in der Herstellung von hochwertigem Honig steckt - der unangemessene Schleuderpreis hat uns nachhaltig empört.
Ohne zu wissen, worauf wir uns da einlassen, haben wir ihm auf der Stelle versprochen die Vermarktung des wertvollen Honigs zu unterstützen.

Ehrlich gesagt dachten wir, es wäre um einiges einfacher, denn ein nicht unwesentlicher Teil des portugiesischen Honigs landet ohnehin am Ende in Mitteleuropa bzw. in Supermarktregalen in Deutschland. Die anfängliche Idee war also, einen Großhändler direkt in Deutschland zu finden und durch das Einsparen einiger Zwischenhändler ein paar Cent pro Kilogramm zu gewinnen.

Mensch, waren wir naiv...
Schnell war klar, dass der Honigmarkt ein hart umkämpftes Geschäft ist. Honig aus Fernost, Südamerika und Südosteuropa wird zu für uns bisher unvorstellbar günstigen Preisen gehandelt. Hinzu kommt, dass immer mehr Honig in Wirklichkeit gar kein Honig mehr ist - mit Reissirup gestreckt, unreif geerntet und künstlich getrocknet - so wird der Preis für den ehrlichen Imker zerstört.

Das Problem ist, dass dem Massenmarkt der einzigartige Geschmack von Aderitos Honig völlig nebensächlich ist. Dieser ist ungelogen der Beste, den wir bisher kosten durften. Aber leider ist der Preis und die zu erzielende Menge viel entscheidender.

Die einzige Möglichkeit, unser Versprechen dennoch einzuhalten sahen wir darin, den Verkauf komplett in die eigene Hand zu nehmen.
Und das, obwohl wir bereits wussten, wie hart das Business ist und wie schwer sich damit Geld verdienen lässt.

Aber wir glauben daran, dass es einen Unterschied macht:
Ob der Honig, gemischt mit tonnenweise Honig aus aller Welt, in der Lebensmittelindustrie Verwendung findet, damit auf dem Frühstücksmüsli marketingwirksam "mit Honig gesüßt" stehen kann.
Oder ob der spezielle Honig im Glas für den geschulten Gaumen eines Feinschmeckers oder eines bewussten Konsumenten bestimmt ist.

Die vielen Zuschriften nach der Sendung im ZDF haben uns weiter bestärkt diesen Weg zu gehen, denn sehr viele wollten bereits direkt nach der Ausstrahlung wissen, wo es den Honig zu kaufen gibt.

Viele Stunden später, nach Unternehmensgründung, Honigtransport nach Deutschland, Abfüllunternehmen, Gläser, Druckerei und Versandunternehmen finden, Preisverhandlungen führen, Etiketten gestalten, Onlineshop bauen etc. kann nun der feine Honig bestellt werden.